updated: 11.01.06 Tipps
 Love Tipps 
Bodo von Ella Kensington gibt in regelmässigen Abständen Glückstipps zu verschiedenen Themen rund ums Glücklichsein raus. Die ersten paar Glückstipps hatten das Thema Liebe und Partnerschaft zum Inhalt. Ich finde deshalb, dass sie gut zu meiner Homepage passen und habe sie hier veröffentlicht. Die folgenden Texte stammen also nicht von mir, sondern von Bodo. Wie du den Glückstipps-Newsletter selbst abonnieren kannst, erfährst du am Ende dieser Seite.
 

Wie finde ich den richtigen Partner fürs Leben? Teil 1

Als ich so um 13 war und anfing, mir Stress damit zu machen, ob ich jemals eine Freundin finden würde, die mich wirklich zum Freund will, stellte mir meine Mutter eine Frage, die mein zukünftiges Leben grundlegend verändern sollte. „Was glaubst du, Bodo, gibt es mehr Mädchen auf der Welt, die einen guten Geschmack haben oder mehr mit schlechtem Geschmack?“ Ich überlegte kurz und kam zu dem Schluss, dass es vermutlich mehr Mädchen mit schlechtem Geschmack gab. So sah es zumindest in meinem persönlichen Umfeld aus. Meine Mutter lächelte daraufhin und meinte: „Siehst du – da ist auch eine für dich dabei!“ Eigentlich sollte diese Aussage meiner Mutter nur ein Scherz gewesen sein, doch irgendwie spürte ich, dass in ihr sehr viel Wahrheit verborgen lag. Zwei Jahrzehnte später fand ich dann tatsächlich eine wissenschaftliche Bestätigung für die Aussage meiner Mutter.

In einer großen Sozialstudie, die mit 400 Paaren durchgeführt wurde, ging es um die Frage, was einen Menschen für einen anderen attraktiv macht – und zwar nicht nur für ein paar Wochen sondern für viele lange Jahre. Die 400 Paare, die an dieser Studie teilnahmen, waren allesamt schon seit mehreren Jahren zusammen und gaben mit Überzeugung an, ihren Partner fürs Leben gefunden zu haben. Die Sozialwissenschaftler wollten bei dieser Studie folgender Frage nachgehen: Hatten diese Leute einfach nur Glück, oder hatten sie zufällig oder wissentlich etwas richtig gemacht bei der Partnerwahl? Um das herauszufinden, schickte man die 400 Paare in ein Ehevermittlungsinstitut und ließ sie einzeln eines der üblichen Videos aufnehmen, in dem sich normalerweise Singles vorstellen. Als alle Videos aufgenommen waren, bekamen die Teilnehmer der Studie den Auftrag, die Videos der anderen gegengeschlechtlichen Teilnehmer anzuschauen und deren Gesamtattraktivität in Bezug auf eine feste Partnerschaft auf einer Punkteskala von 1 bis 10 zu bewerten – wobei 10 die höchste und 1 die niedrigste Punktzahl war. Wohl gemerkt ging es bei dieser Bewertung nicht oberflächlich ums Aussehen, sondern um die Frage, wer sie am meisten interessieren würde, wenn sie auf der Suche nach einem Partner fürs Leben wären. Das Erste, was den Wissenschaftlern bei ihrer Auswertung der Ergebnisse auffiel, war, dass jeder der Teilnehmer etwa gleich viele ernsthafte Interessenten hatte. Damit hatte man nicht wirklich gerechnet. Als nächstes erkannten die Wissenschaftler, dass Personen, die von der Mehrzahl der Teilnehmer mit beispielsweise einer 7 eingestuft wurden, allen anderen Siebenern die höchste Punktzahl gaben. Das heißt: Siebener waren für andere Siebener am attraktivsten, Fünfer für Fünfer und Dreier für Dreier usw. Nach diesem für die Wissenschaftler überraschenden Ergebnis, interviewten sie die Teilnehmer zu ihren Bewertungskriterien. Man wollte verstehen, wieso alle den Teilnehmern mit der gleichen durchschnittlichen Bewertung eine 9 oder 10 gaben. Das konnte ja kein Zufall sein. Hier steckt ein System dahinter.

Nachdem die Interviews ausgewertet waren, offenbarte sich der Unterschied zu den Singles, die große Schwierigkeiten hatten, den richtigen Partner fürs Leben zu finden. Die Teilnehmer an dieser Studie, die allesamt in einer langjährigen glücklichen Beziehung lebten, wählten ihren Partner nach völlig anderen Kriterien aus. Sie schauten darauf, mit wem sie am besten harmonierten. Sie gaben den Teilnehmern die höchsten Punktzahlen, die ihnen in ihrem Charakter ähnlich waren. Weiterhin bewerteten sie gemeinsame Lebensziele und Interessen sehr hoch. Gemeinsame Wertvorstellungen und Prinzipien waren ebenfalls wichtige. Ebenso wie gemeinsame Stärken und Fähigkeiten und die Übereinstimmung in Punkto Geschmack, was Musik, Kleidung oder Wohnungseinrichtung betraf. Und sogar gemeinsame Probleme und Schwächen schienen die meisten von ihnen anzusprechen. Offensichtlich verwirklichte sich hier sehr deutlich das Sprichwort: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Neben all diesen Gemeinsamkeiten spielten jedoch auch Ergänzungen eine wesentliche Rolle. Wo sich beispielsweise die Stärken und Schwächen gegenseitig ergänzten, zeigten beide Seiten ein großes Interesse aneinander. Zusätzlich zu den Gemeinsamkeiten und Ergänzungen schauten die Teilnehmer auf einige wichtige Anforderungskriterien, die ihnen in Bezug auf eine langjährige Partnerschaft wichtig erschienen. So war den meisten Paaren zum Beispiel Treue, Vertrauen und Offenheit in einer Partnerschaft sehr wichtig. Der Anforderungskatalog an einen Partner war darüber hinaus jedoch verblüffend klein.

Ganz im Gegensatz dazu die Singles, die bei ihrer Partnerwahl kein so glückliches Händchen hatten und meistens an den falschen gerieten. Hier zeigten sich gravierende Unterschiede zu den glücklichen Paaren. Zum einen schienen die Gemeinsamkeiten und Ergänzungen diesen Menschen nicht so wichtig zu sein, zum anderen hatten sie einen erheblich längeren Anforderungskatalog. So hielten es beispielsweise viele für attraktiv, wenn ein Mensch einen akademischen Titel hatte, oder wenn er viel Geld verdiente. Auch war ihnen das Aussehen oder die Sportlichkeit über alle Maßen wichtig. Genauso wie der Beruf oder der gesellschaftliche Status. Sie wollten jemand zum Vorzeigen haben. Diese Kriterien machen es einem schwer, den richtigen Partner fürs Leben zu finden.

Wenn du auf der Suche nach dem richtigen Partner fürs Leben bist, dann schau dir doch einfach einmal an, nach welchen Kriterien du deinen Partner auswählst. Sind es die Gemeinsamkeiten und Ergänzungen gepaart mit einigen unumstößlichen Anforderungen, die für eine harmonierende Partnerschaft unumgänglich sind? Oder strebst du nach Werten, die in Wirklichkeit gar nicht wichtig wären und triffst dadurch immer auf die falschen Partner? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat es sich bewährt, sich über dieses Thema mit ein paar Freunden auszutauschen und sich gegenseitig zu inspirieren.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei und natürlich die Liebe deines Lebens.

 

Wie finde ich den richtigen Partner fürs Leben? Teil 2

Es gibt eine kleine aber wichtige Regel in der Kennenlernphase einer jeden Liebesbeziehung. Diese Regel nicht zu berücksichtigen, führt meistens zum vermeintlichen Ende der Beziehung, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat.

Stell dir einmal vor, du begegnest einem Menschen, für den du dich auf Anhieb partnerschaftlich interessierst. Du willst diesen Menschen daraufhin kennen lernen und flirtest mit ihm. Nach fünf Minuten hat dieser potenzielle Partner Feuer gefangen und erklärt dir allen Ernstes, dass er sich ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen kann. Ohne dich hat sein Leben keinen Sinn mehr. Er fordert dich auf, ihn zu heiraten und zwar sofort! Wie würdest du dich in diesem Moment fühlen? Ich vermute, du würdest tun, was (fast) alle Menschen in solch einer Situation tun und erst einmal einen Schritt zurückgehen. Es wäre dir zu schnell. Du kennst diesen Menschen ja noch gar nicht richtig. Jetzt nach fünf Minuten zu entscheiden, dass er der richtige Partner fürs Leben ist, wäre dir sicherlich zu unsicher.

Der obengenannte Mensch hätte besagte Kennenlernregel gebrochen. Er hätte dir nicht die Möglichkeit gegeben, dass du dich in ihn verlieben kannst, denn dies erfordert einen einfachen aber sehr wichtigen Prozess. Die menschliche Natur hat den Prozess des Verliebens dafür eingerichtet, dass Menschen eine starke Bindung miteinander entwickeln können. Verliebt zu sein, bedeutet nicht das gleiche wie zu Lieben. Beim Verliebtsein geht es erst einmal um den unbändigen Wunsch, mit dem Partner dauerhaft zusammen sein zu wollen. Je unbändiger dieser Wunsch ist, desto stärker ist man verliebt. Man könnte das Verliebtsein also auch mit dem Wort „Habenwollen“ bezeichnen. Sobald dieses Habenwollen erfüllt ist, geht das Verliebtsein zur Liebe über. Das Habenwollen endet also damit, dass man hat, was man wollte - was logisch ist. Sobald man sich der Zuneigung seines Partners sicher ist, denkt man nicht mehr darüber nach, ob man den Partner für sich gewinnen kann. Man hat ja bereits erreicht, was man erreichen wollte. Damit eine starke Partnerbindung zu Stande kommt, ist es unerlässlich, dass beide Seiten ihr Habenwollen stark entwickeln können. Und dazu ist es notwendig, dass man sich der Zuneigung des anderen nicht gleich zu Beginn zu sicher sein darf, denn damit hätte man ja bereits erreicht, was man wollte. Ein starkes Gefühl von Habenwollen entsteht dadurch, dass man wiederholt daran denkt, dass man den anderen gerne als Partner haben will und sich dies sehnlich erwünscht. Je häufiger diese Sehnsucht brennt, desto stärker wird das Habenwollen. Sehnsucht kann jedoch wie gesagt nicht entstehen, wenn man sich seiner Sache zu sicher ist. Sie lebt von der Hoffnung und diese von der Ungewissheit. Ungewissheit ist nicht unbedingt ein schönes Gefühl (ganz im Gegenteil!), aber in der Verliebtheitsphase ist dieses Gefühl immens wichtig. Einige Monate später bezeichnet man die Nerven zerreißenden Wochen der Ungewissheit, in der man extrem starken Gefühlsschwankungen unterlegen war, als die schönste Zeit seines Lebens.

Nun möchte ich dir nicht den Tipp geben, mit anderen Menschen zu spielen, um ein starkes Habenwollen in ihm zu erzeugen. Das tun zwar viele Menschen, weil sie diese Regel intuitiv erkannt haben, aber diese Spielchen führen zu großen Problemen. Menschen, die solche Spielchen machen, verhindern damit ihr eigenes Habenwollen, ohne das sie kein wirkliches dauerhaftes Interesse an einem Partner entwickeln können. Das einzige, was man mit solchen Spielchen im positiven erreichen kann, ist eine kleine Bestätigung, dass man für potenzielle Partner immer noch attraktiv ist. Diese Bestätigung erkauft man sich jedoch mit dem großen Leid seines Spielpartners. Ich möchte also dringend davon abraten.

Mein Tipp: Nimm dir die Zeit, den Menschen, für den du dich partnerschaftlich interessierst, erst einmal freundschaftlich kennen zu lernen. Bewerte ihn nicht gleich mit dem Maßstab „Partner fürs Leben“ sondern miss ihn mit dem Maßstab „Freund“. Für Freunde sind deine Anforderungen ganz sicher nicht so hoch wie für den Partner fürs Leben. Wenn es passt, wird er automatisch aus der Kategorie „Freundschaft“ in die Kategorie „Potenzieller Partner“ aufsteigen.

Diese Vorgehensweise hat folgende Vorteile:
Du gibst deinem eigenen Habenwollen eine Chance.
Du gibst deinem potenziellen Partner die Möglichkeit, sein Habenwollen zu entwickeln.
Zu 1. Würdest du direkt mit dem Maßstab „Partner fürs Leben“ messen, würde jede kleine Abweichung von diesem Maßstab bereits unnötige Zweifel in dir selbst auslösen und dich verunsichern. Dein Habenwollen würde dabei gestört. Du wärst immer hin und her gerissen.
Zu 2. Dadurch, dass du ihn nicht gleich als potenziellen Partner betrachtest, kann dein Gegenüber nicht sicher sein, dass du ihn als Partner willst. Er kann also ebenfalls sein Habenwollen entwickeln.

Sollte dein Auserwählter seinerseits ein zu forsches Tempo vorlegen, damit du dein Habenwollen entwickeln kannst, dann rede mit ihm darüber, dass du ihn erst einmal freundschaftlich kennen lernen möchtest. Wenn beide sich darauf einlassen, entwickelt sich auf eine schöne und harmonische Weise entweder eine Freundschaft oder eine tolle Partnerbeziehung. Sollte er/sie sich nicht darauf einlassen, erst einmal freundschaftlich zu beginnen, dann mach dir Folgendes bewusst, was dir helfen kann, dir nicht zu schnell sicher zu sein und damit dein Habenwollen doch noch entwickeln zu können. Viele Menschen versuchen erst einmal, andere Menschen für sich zu gewinnen bevor sie überlegen, ob sie selbst den anderen überhaupt wollen. Sie verhalten sich so, als hätten sie ihre Entscheidung bereits getroffen. Das tun sie jedoch nur, um von ihrem Auserwählten das Okay zu kriegen. Haben sie dieses Ziel erreicht, fangen sie an zu überlegen, ob sie den anderen überhaupt wirklich wollen. Diese Reihenfolge ist sehr gebräuchlich aber völlig unsinnig und verhindert sehr häufig eine echte Liebesbeziehung. Warum viele Menschen das tun, werde ich in meinem Glückstipp nächste Woche beschreiben. An dieser Stelle soll diese Information lediglich dazu dienen, dass du auch dann dein Habenwollen entwickeln kannst, wenn dir dein potenzieller Partner scheinbar bereits völlig verfallen ist. So sicher ist das noch lange nicht! Möglicherweise macht dir dieser Gedanke Stress, den du gerne vermeiden möchtest. Aber er macht nicht so viel Stress, wie die Probleme, die entstehen, wenn du dein Habenwollen nicht entwickeln kannst, weil du dich von deinem Verehrer zum Beispiel bedrängt fühlst oder ständig hin und her gerissen bist.

Ich wünsche dir, dass dir bald die Liebe deines Lebens begegnet und dass ihr euch über beide Ohren ineinander verliebt.

 

Wie finde ich den richtigen Partner fürs Leben? Teil 3

Die Kennenlernregel, von der ich in meinem letzten Glückstipp berichtete, wird von sehr vielen Menschen aus den verschiedensten Gründen verletzt. Ich selbst gehörte früher auch zu diesen Kandidaten. Und dafür gab es einen ganz einfachen Grund. Ich wollte erst einmal sicherstellen, dass meine potenzielle Partnerin mich mag, bevor ich überlegen wollte, ob sie für mich die Richtige ist. Ich wollte damit vermeiden, Gefühle zu investieren und dann abgelehnt zu werden. Das hatte ich oft genug erlebt, und es tat weh. Wenn mich eine Frau abwies, für die ich noch nicht so starke Gefühle hegte, war das alles halb so schlimm. Es war nicht schön, aber es war auszuhalten.

Ich tat also erst einmal alles, um ihr zu gefallen. Dazu fand ich sehr schnell heraus, was sie gut fand und zeigte mich ganz von dieser Seite. Erst wenn sicher gestellt war, dass sie mich als Partner begehrte, fing ich an, ernsthaft darüber nachzudenken, ob sie für mich überhaupt die Richtige war. Bis dahin hatte ich schon das Gefühl, dass ich mich in sie verliebt hätte, doch das war nur ein vorgetäuschtes Gefühl, das ich mir unbewusst machte, um ihr authentisch mein Interesse zeigen zu können. Das Gefühl war ganz schnell weg, als ich erreicht hatte, was ich wollte.

Das Gefühl war also weg, und der Stress begann. Wieso waren meine Gefühle plötzlich weg? Ich verstand das damals nicht und zermarterte mir das Hirn. Und wie sollte ich mich jetzt verhalten? Ich versuchte, Abstand zu bekommen um nachzudenken und zog mich erst einmal so gut es ging zurück. Doch mein Rückzug ermöglichte mir keinen Abstand. Im Gegenteil! Er verursachte bei ihr nur noch größeres Interesse. Ihr Habenwollen wurde auf diese Art und Weise von mir unbeabsichtigt gesteigert, wie ich das in meinem letzten Glückstipp beschrieben habe. Sie fing an, darunter zu leiden, was mir natürlich nicht verborgen blieb. Es tat mir unsagbar leid, aber ich konnte sie doch nicht einfach lieben, weil sie unter meiner Ungewissheit litt. Das wäre eine Lüge gewesen.

Dieser Konflikt belastete meine Gefühle so sehr, dass ich es mir unmöglich wurde, tatsächlich nachzufühlen, ob sie zu mir als Lebenspartnerin passte oder nicht. Ich fühle einfach nur noch meinen Konflikt, wenn ich an sie dachte. Das gab mir unweigerlich das Gefühl, dass sie nicht die Richtige sein konnte. Ich beendete also die Beziehung, die noch gar nicht richtig angefangen hatte. Monate später erkannte ich dann erst, dass ich tatsächlich starke Gefühle für sie gehabt hatte. Doch die konnte ich nicht fühlen als es wichtig gewesen wäre, weil mein innerer Konflikt meine guten Gefühle einfach nieder streckte.

Die Verletzung dieser wichtigen Kennenlernregel bringt also sehr große Probleme mit sich. Die Gründe, warum Menschen diese Regel missachten, können vielschichtig sein. (Leider kann ich sie hier in diesem Rahmen nicht alle ausführen.) Manchmal ist es das Motiv der Selbstbestätigung, und manchmal das unsinnige Motiv, für jeden Menschen auf dieser Welt als Partner attraktiv sein zu wollen, um sicher zu sein, dass man wirklich gemocht wird. Meistens steckt jedoch das Motiv dahinter, emotionale Verletzungen vermeiden zu wollen, so wie es bei mir war. Wenn du für dieses Motiv Resonanz in dir spürst, dann mach dir bewusst, dass es dafür bessere Möglichkeiten gibt, als die Kennenlernregel zu missachten.

Die so genannte emotionale Verletzung ist im Falle einer Abweisung eines geliebten Menschen nichts anderes, als eine schlichte Fehlinformation an den Herdentrieb (Ein menschlicher Instinkt). Um eine starke emotionale Bindung an den Partner zu erreichen, richten wir in der Verliebtheitsphase unseren Fokus instinktiv so stark auf diesen potenziellen Partner aus, dass wir nur noch diesen einen Menschen als möglichen Partner in Betracht ziehen. Wir können uns dann nicht mehr vorstellen, dass wir jemals wieder einen anderen Menschen lieben können.
Natürlich stimmt das nicht! Wie oft warst du in deinem Leben bisher verliebt? Ich vermute doch sehr stark, dass es mehr als einmal war, oder?!
Du kannst dich also wieder verlieben. Es gibt nicht nur diesen einen Partner auf der Welt. Das wäre auch eine mächtig große Verschwendung, wenn man daran denkt, dass es über sechs Milliarden Menschen auf der Welt gibt.

Der menschliche Herdentrieb reagiert auf unsere inneren Vorstellungen. Du zeigst ihm sozusagen innere Bilder, die er dann als Wahrheit ansieht. Zeigst du ihm mit einem Bild, dass es nur einen einzigen Partner gibt, der für dich in Frage kommt, hat er Stress ohne Ende. Was ist, wenn dieser Partner dich nicht will?! Was ist, wenn er dich dann wieder irgendwann verlässt? Dann bist du einsam! Und Einsamkeit bedeutet für deinen Instinkt das Schlimmste, was man auf diesem Globus erleben kann.

Mein Glückstipp: Sollte es einmal Stress in der Verliebtheitsphase geben, dann macht dir bewusst, dass es viele Menschen auf der Welt gibt, mit denen du eine Partnerschaft leben könntest. Mach dir bewusst, dass dies die Wahrheit ist, auch wenn du das momentan nicht fühlen kannst. Darum geht es ja gerade, und es kann ein Weilchen dauern, bis die Wahrheit wieder ins Gefühl kommt. Aber sie kommt! Für diesen Trick ist es nicht wichtig, dass du daran denkst, dass es viele Partner gibt, mit denen du glücklich sein kannst. Das interessiert deinen Herdentrieb kaum. Er will einfach nur erreichen, dass du nicht alleine bist. Es genügt also, dass es viele potenzielle Partner auf der Welt geben würde.
Mach dir dazu ebenfalls bewusst, dass du Freunde hast. Zeige deinem Instinkt, dass du nicht alleine bist und vor allem, dass du auf keinen Fall alleine sein wirst, sollte dein potenzielles Schatzi dich doch nicht wollen. Stell dir dazu bildhaft alle deine Freunde und Bekannten vor und auch ein paar unkonkrete potenzielle Partner. Dein Schatzi darf auf diesem Bild natürlich auch mit drauf sein. Auf diese Art und Weise erkennt dein Instinkt, dass du auf keinen Fall alleine sein wirst, wenn dein neuer potenzieller Partner dich nicht will. Das wäre dann zwar immer noch nicht schön, aber es wäre keine lebensbedrohliche Katastrophe mehr, wie dein Instinkt das zuvor beurteilt hat.

Wenn es in deiner Verliebtheitsphase diese Stress nicht gibt, dann lass alles beim alten. Wie gesagt richten wir unseren Fokus instinktiv gezielt darauf aus, dass es nur diesen einen Partner gibt, um unsere Partnerbindung zu verstärken. Wann immer diese Verstärkung glückliche Gefühle macht, solltest du es dabei belassen. Kommt jedoch längerfristig Stress auf, dann benutze den eben beschrieben Glückstipp.

Ich wünsche dir viel Erfolg damit. Und natürlich wünsche ich dir weiterhin, dass du die Liebe deines Lebens findest.

 

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